Katze vermisst: Was tun, wenn die Katze vermisst wird?

Oh Schreck, die Katze ist weg. Kommt die Mieze abends nicht vom Freigang nach Hause, ist die Sorge groß. Auch Wohnungskatzen können in einem unbeobachteten Moment ausbüchsen und plötzlich verschwinden. Wird die Katze vermisst, geraten Katzenhalter verständlicherweise leicht in Panik. Dennoch sollte man die Suche geplant und strukturiert angehen.

katze vermisst

Katze vermisst: Steckbriefe aufhängen

Kam der Freigänger nicht nach Hause oder der Stubentiger ist aus der Wohnung entwischt? Die meisten Katzenhalter möchten sich in solchen Situationen sofort auf die Suche machen. Es lohnt sich jedoch, etwas Zeit für die Erstellung eines Steckbriefs zu investieren. Während der Suche hängt man die „Vermisstenmeldung“ an Bäumen, Ampeln, Laternenmasten und am Schwarzen Brett im Supermarkt auf. Auch Tierarztpraxen haben meist ein derartiges Schwarzes Brett und machen Suchmeldungen publik. Auf diese Weise werden Passanten auf die vermisste Mieze aufmerksam, was den Suchradius deutlich erhöht.

Der Steckbrief sollte die folgenden Elemente enthalten:
– große Überschrift, zum Beispiel „Katze vermisst“
– ein Foto, am besten in Farbe, auf dem die Katze gut zu erkennen ist
– den Rufnamen der Katze
– die Beschreibung von Fellfarbe, Muster, besonderen Merkmalen wie etwa eine weiße Schwanzspitze, ein eingerissenes Ohr, etc.
– Tattoo- oder Chipnummer, falls vorhanden
– Datum und Uhrzeit des Verschwindens
– Angabe, wo die Katze entlaufen ist und wo sie sich normalerweise aufhält
– die Bitte, Garagen, Keller und Schuppen abzusuchen
– Kontaktdaten

Im Internet werden auch Vorlagen für den Steckbrief angeboten, die man nur noch um die persönlichen Angaben ergänzen muss. Wird die Katze vermisst, vergisst man in seiner Sorge schon mal den ein oder anderen Punkt, da sind solche Vorlagen praktisch. Damit die Suchmeldung auch Regenschauer übersteht, steckt man sie am besten in eine Klarsichthülle und bringt sie mit Klebestreifen an möglichst vielen Orten und gut sichtbar in der Umgebung an.

Aber Achtung: Offiziell ist das Anbringen solcher Zettel nur auf privaten Flächen erlaubt. Viele Städte tolerieren die Suchmeldungen zwar, es gibt aber durchaus Katzenhalter, die dafür einen Bußgeldbescheid bekamen. Wer auf Nummer sicher gehen will, hängt Suchmeldungen an Schwarzen Brettern auf und wirft sie den Nachbarn in die Briefkästen.

Katze vermisst: Selbst nach der Katze suchen

Wird die Katze vermisst, besteht der erste Schritt natürlich darin, selbst nach der Mieze zu suchen. So groß die Sorge auch ist: Gehen Katzenhalter bei der Suche geplant vor, steigen die Chancen, die Katze wiederzufinden. Ist die Wohnungskatze plötzlich verschwunden, sollte man immer zunächst Haus und Wohnung in Augenschein nehmen. Vielleicht ist die Mieze ja gar nicht entwischt, sondern hat sich hinter die Waschmaschine verkrochen, sich in der Sockenschublade versteckt oder schläft im Karton mit dem Altpapier.

Geht man draußen auf die Suche, eignen sich am besten die Abend- oder Nachtstunden. Dann ist die Sicht zwar schlechter, aber es ist draußen ruhiger. Rufen und Geräusche sind jetzt besser zu hören, zudem sind Katzen in der Dunkelheit aktiver. Zur Suche mitnehmen sollten Katzenhalter eine Taschenlampe sowie etwas, das die Katze am Geräusch erkennt. Das kann eine Dose oder Tüte mit den Lieblingsleckerlis sein oder auch ein Klicker, wenn die Katze auf diesen konditioniert ist. Ist die Wohnungskatze entlaufen, kann man auch draußen an einer unauffälligen Stelle nahe am Haus etwas Katzenfutter anbieten.

Kastrierte Katzen und Kater bewegen sich meist in einem Radius von etwa 500 Metern um ihren Wohnort herum. Bei der Suche sollte man unbedingt Kellerräume, Garagen und Gartenschuppen miteinbeziehen. Katzenhalter sollten keine Scheu haben, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ums Öffnen von Kellern und Schuppen zu bitten. Eventuell hat sich eine neugierige Katze dorthin verirrt und wurde dann aus Versehen eingesperrt. Katzen verstecken sich zudem oft unter geparkten Autos oder in Büschen. Alles, was einer Katze ein Versteck bieten könnte, sollte abgesucht werden.

Bleibt die erste Suche erfolglos, wiederholt man sie in den kommenden Tagen bzw. Nächten. Dabei sollte man durchaus nochmal an Orten vorbeischauen, die man bereits abgesucht hat. Gerade eingeschüchterte Katzen sind wahre Meister im Verstecken und in vollgestellten Kellerräumen oder Garagen nicht immer sofort zu finden.

Nachfragen bei Tierheimen und anderen Organisationen

Wissen möglichst viele Menschen, dass die eigene Katze vermisst wird, steigen die Chancen, dass sie wieder nach Hause kommt. Wer eine fremde Mieze findet, hat vielleicht nicht unbedingt das Suchplakat gesehen. Viele geben die Katze im Tierheim, beim Tierarzt oder auch bei der Polizei ab. Ist die Katze entlaufen, sollten Katzenhalter daher Tierheime, Tierschutzvereine, Tierärzte und Polizeistationen in der Nähe informieren. Am besten reicht man dort den ausführlichen Steckbrief ein. Einige Finder hängen auch Zettel auf, es lohnt sich also, die Augen nach solchen Fundmeldungen offen zu halten.

Organisationen wie Tasso e.V. und das Deutsche Haustierregister helfen ebenfalls dabei, Suchmeldungen weiter zu verbreiten. Wird die Katze vermisst, kann bei diesen Stellen eine Online-Suchmeldung aufgegeben werden. Bei Tasso e.V. kann die Katze zudem unter der Nummer 06190 / 93 73 00 als vermisst gemeldet werden.

Katze vermisst: Chips und Tätowierung helfen beim Wiederfinden

Wird die Katze vermisst, helfen Mikrochip und Tatöwierung dem Finder bei der Zuordnung zum Halter. Der Mikrochip hat sich heute als Methode der Kennzeichnung durchgesetzt. Die Katze erhält den Chip beim Tierarzt. Jeder Chip besitzt eine eindeutige Nummer. Unter dieser wird die Katze bei Melderegistern wie Tasso e.V. und dem Deutschen Haustierregister registriert. Dort werden auch die Adressdaten des Halters hinterlegt. Bringt ein Finder die entlaufene Katze zum Tierarzt oder ins Tierheim, kann der Chip dort mit einem Scanner ausgelesen werden. So lässt sich der Halter feststellen und informieren. Auf diesem Wege hat schon so manche Katze wieder nach Hause gefunden.

Katzen mit tätowierten Ohren sieht man heute seltener als früher. Das Tattoo zeigt jedoch, dass eine draußen herumstreunende Katze einen Besitzer hat. Taucht plötzlich eine fremde, tätowierte Katze auf, sind Finder eher dazu angehalten, nach ihrem Menschen zu suchen.

Für Freigänger gibt es auch Halsbänder mit GPS Tracker oder Peilsender, die übers Smartphone geortet werden können. Wird die Katze vermisst, lässt sich darüber einfach ihr Aufenthaltsort herausfinden – vorausgesetzt, die Mieze hat das Halsband nicht vorher verloren.

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